Online Shop oder Ladegeschäft? Was ist besser für ein Start-Up-Unternehmen?

OnlineshopWer ein Start-Up-Unternehmen starten möchte, fragt sich häufig, ob er dies online oder mit einem Geschäft vor Ort betreiben soll. Beide Varianten haben für Newcomer in der Wirtschaft Vor- und Nachteile. Die Entscheidung hängt auch von vielen Faktoren wie der Lage, dem Budget, den angebotenen Produkten oder auch dem zeitlichen Aufwand ab.

Was spricht für die Ladeneröffnung vor Ort?

Sollte man seine Produkte vor Ort anbieten wollen, sollte das Produkt passend zum Standort gewählt werden. Ein neues und hippes Produkt benötigt etwa ein junges Publikum, das überwiegend in den Zentren von Städten zu finden ist. Allerdings sind die Mietpreise in den Städten teilweise sehr hoch, so dass man sich die Investition genau überlegen sollte. Ein Laden eignet sich besonders für materielle Produkte wie Kleidung, Nahrungsmittel oder auch Elektronikartikel. Vor Ort können die Kunden die Produkte besser wahrnehmen und profitieren von einer entsprechenden Präsentation. Der Ladenbetreiber hat zudem den Vorteil, dass er nicht auf das Widerrufsrecht angewiesen ist, sondern die Ware nur aus Kulanz oder aufgrund von gesetzlicher Gewährleistung zurücknehmen muss. Ein Kostenfaktor sind auch Mitarbeiter, wenn man den Laden nicht gerade selbst betreibt. Ebenso muss man sich an bestimmte Geschäftszeiten halten, während ein Online-Shop rund um die Uhr geöffnet hat. Allerdings spart man sich beim Laden den Versand der Artikel, so dass man bei der Logistik viele Kosten einsparen kann.

Welche Vorteile bietet ein Online-Shop?

Besonders virtuelle Artikel wie Computerprogramme eignen sich für den Verkauf im Online-Shop. Dieser spart viel Geld ein, da man auf eine Verkaufsfläche verzichten kann. Allerdings fällt hier das Widerrufsrecht an, das zusätzliche Kosten für Retouren verursachen kann und den Shopinhaber muss sich mit dem Thema Wettbewerbsrecht auseinandersetzen. In den meisten Fällen kommt man bei einem Online-Shop auch nicht um die Einstellung von Mitarbeitern herum. Diese sind sowohl für die Bestellungen, als auch für die Retouren nötig. Zudem muss man einen Webdesigner für die Gestaltung und Überwachung des Online-Shops beauftragen, wenn man selbst keine Computerkenntnisse besitzt. Eine Verkaufsfläche benötigt man zwar nicht, allerdings benötigt man mindestens einen Lagerraum. Dieser kann jedoch auch günstig im Gewerbegebiet außerhalb des Zentrums angemietet werden, ohne das man vom Stadtkern abhängig ist. Zudem bietet ein Online-Shop die Möglichkeit viel mehr Waren zu präsentieren, als im Ladengeschäft. Kunden können auf diese Weise ganz bequem die Artikel auch nach den Ladenschlusszeiten bequem vom Sofa aus suchen. Zu beachten ist, dass die Artikel versendet werden müssen. Dabei trägt man persönlich das Transportrisiko und muss sich Zeit für die Logistik nehmen. Zudem ist auch ein Online-Support notwendig, während im Laden Mitarbeiter beratend zur Seite stehen, die man ohnehin einstellen muss. Ein großer Vorteil ist ein breiteres Publikum, da man mit einem Online-Shop jeden ansprechen kann, der über einen Internetzugang verfügt. Mit einem Laden kann man Kunden hingegen nur lokal ansprechen.

Re­sü­mee für Start-Up-Unternehmer

Sowohl lokaler Laden vor Ort, als auch der Onlinehandel haben Vor- und Nachteile. Möchte man ein breites Publikum ansprechen und das wirtschaftliche Risiko gering halten, dann ist ein Onlineshop die bessere Wahl. Hier spart man sich nicht nur die Mietkosten, sondern kann auch viel Produkte zur Verfügung stellen. Außerdem läuft das Business 24/7. Örtliche Geschäfte sprechen hingegen gezielt ein regionales Publikum an. Hier muss das Produkt dem Mainstream entsprechen, der am Ladengeschäft täglich vorbeiläuft. Dabei spart man sich nicht nur den Versandhandel, sondern kann Waren auch optisch besser präsentieren als online. Auch das Recht auf Widerruf besteht hier nicht.

(Bilderquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)