Patentvermarktung

patentPatente dienen im Wesentlichen dazu, Arbeitsergebnisse vor unbefugter Nutzung durch Dritte zu schützen. Dies ist besonders wichtig, wenn Arbeitsergebnisse unter Einsatz von größeren Investitionen erzielet wurden. Mit der Erteilung eines Patents können zeitlich begrenzt Nachahmer ausgeschlossen und die Investitionen wieder erwirtschaftet werden. Da es sich bei Patenten um Verbietungsrechte handelt, können unbefugte Nutzer auf Unterlassung und Schadensersatz verklagt werden. Das Verbietungsrecht setzt die Publizierung dessen, was verboten werden kann, voraus. In der Industrie unterscheidet man zwischen Sach-, Verfahrens- und Mittelpatenten. Patente werden in der Regel von Patentanwälten beim Patentamt München eingereicht. Zur Unterstützung von Patentanwälte und -anwältinnen arbeiten Patentanwaltsfachangestellte in den Kanzleien bei der Bearbeitung von rechtlichen Dienstleistungen für die Global Player unter den Unternehmen. Daneben führen sie allgemeine organisatorische und kaufmännische Arbeiten aus. Um einen guten Einblick in den Ablauf dieser sehr wichtigen Arbeit im Patentamt München zu erhalten, wird den Auszubildenden ein Praktikum empfohlen. Wer hingegen etwas über die Arbeit eines Patentvermarkters erfahren möchte, sollte sich für ein Praktikum in München bewerben.

Informationen über angemeldete und erteilte Patente

Mit einem Patent kann eine Erfindung auf technischem Gebiet vor unbefugter Nutzung geschützt werden, sofern die Erfindung neu ist, auf einer erfinderischen Tätigkeit beruht, gewerblich angewendet werden kann und ausreichend offenbart ist. Patentanmeldungen werden deshalb 18 Monate nach ihrer Einreichung in Form einer Offenlegungsschrift, und Patente 18 Monate nach ihrer Erteilung, veröffentlicht. Für die Wettbewerber im Wirtschaftsleben ist es also möglich immer möglich über kommende und auch vorliegende Patente zu informieren. Große Unternehmen wie zum Beispiel in Unternehmen der chemischen-, Elektro-, Maschinenbau-, Automobil- und Luftfahrtindustrie unterhalten in ihrer Unternehmensstruktur zur Patentvermarktung eigene Patentabteilungen.

Der Tausch von Verbietungsrechten

In den Patentausschüssen dieser Unternehmen wird regelmäßig entschieden welche Patente in welchen Ländern angemeldet oder auch abgemeldet werden. Auch für welche Patente Lizenzen vergeben werden, wird in diesen Gremien entschieden. Die Überlassung von Patenten an Dritte zur gewerblichen Nutzung hat sich mittlerweile für viele Unternehmen zum großen Business entwickelt. Auch der Tausch von Verbietungsrechten ist ein lukratives Geschäft. Der weltweite Handel mit Patenten hat sich zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor entwickelt. Sogenannte Patentverwerter bringen Nutzer von Patenten und Makler zu Verhandlungen an einen Tisch. Auch Patentauktionen und Patentverwertungsfonds sind Instrumentarien, um mit Patenten Handel zu treiben. Zur Umsetzung von gewerblichen Schutzrechten von Patente bieten die Fondsgesellschaften das spezielles Know How und können auch den erheblichen Kostenaufwand finanzieren.

Bildquelle: © Depositphotos.com / stuartmiles

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