Private Krankenversicherung für Kinder – wann und warum sie nötig ist

Wenn beide Eltern in der PKV sind

Die PKV ist für den Nachwuchs obligatorisch, sobald beide Elternteile privat krankenversichert sind. Ein beitragsfreier Versicherungsabschluss in der gesetzlichen Krankenversicherung ist in diesem Fall nicht möglich. Der Abschluss der PKV für das Kind erfolgt vorzugsweise mittels der Kindernachversicherung bei einem der beiden Eltern. Die Kindernachversicherung ist der Versicherungsantritt eines Neugeborenen. Die normalerweise bekannte Gesundheitsprüfung entfällt hier. Der Abschluss kann in aller Regel formlos erfolgen. Für den Versicherungsanbieter ist es anschließend egal, ob das Kind über 18 ist. Wird keine Versicherungspflicht in der GKV ausgelöst, beispielsweise durch die Aufnahme einer Berufsausbildung oder einer versicherungspflichtigen Angestelltentätigkeit läuft die beitragspflichtige PKV weiter. Bei Vollendung des 21. teilweise des 20. Lebensjahres beginnt dann erstmals die Alterungsrückstellung, einhergehend mit dem Beginn eines Erwachsenentarifs.

Wenn ein Elternteil privatversichert ist

Ab dem Moment in dem das Gesamteinkommen des Elternteils mit PKV die Jahresarbeitsentgeltgrenze (5.362,50 € im Jahr 2021) übersteigt und regelmäßig höher liegt als das Gesamteinkommen des nicht privatversicherten Eltenteils muss das Kind entweder gegen Beitrag freiwillig in der GKV oder der PKV versichert werden. Die beitragsfreie Mitversicherung in der GKV ist auch hier nicht mehr möglich.

Private Krankenversicherung – auch mit Kindern rechnet sie sich häufig finanziell

Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung existiert keine beitragsfreie PKV Familienversicherung für Ehepartner sowie Kinder. Glücklicherweise bieten private Krankenversicherungsträger im Rahmen der PKV Familienversicherung außerordentlich günstige Tarife für Söhne und Töchter an. Diese sind bis zu einem festgelegten, von Versicherer zu Versicherer abweichendem Höchstalter versicherbar. Unter anderem sind die niedrigen Beiträge darauf zurückzuführen, dass in den Kindertarifen noch keine Alterungsrückstellungen für höhere Krankheitskosten im Alter aufgebaut werden.

Häufig sind viele Mütter und Väter der Meinung, die private Krankenversicherung lohne sich finanziell nicht mehr, sobald Nachwuchs kommt. Diese Annahme ist daher nicht kategorisch richtig.


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(Bildquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)