Stahl- und Eisenindustrie in Deutschland

In der Europäischen Union ist die Bundesrepublik der größte Hersteller von Stahl und Eisen und sogar im weltweiten Vergleich rangiert Deutschland auf dem siebten Platz. Da vor allem Stahl als Grundrohstoff für viele Industriezweige gilt, hat er auch einen besonderen Stellenwert in der Wertschöpfungskette und ist zudem die Stütze der Ökonomie.

Der Hauptstandort Deutschland

Über vierzig Millionen Tonnen Stahl werden jährlich in Deutschland produziert, das sind fast 3 % der gesamten Stahlerzeugnisse auf der Welt und über 25 % in der EU. Somit ist Stahl ein wichtiger Grundträger, der sogar die Inflation mitsteuert. Verarbeitet wird das Rohmaterial unter anderem in der Automobil-, Maschinenbau- und Sondermaschinenbauindustrie. Oft wird der Stahl hier vorher geschmolzen und dann im flüssigen Zustand in Formen gegossen, die anschließend in die Montage kommen. Darüber hinaus findet Stahl ebenso seinen Weg ins Baugewerbe oder in die Elektrotechnik. Aufgrund der hohen Präsenz ist fast jeder dritte Arbeitsplatz in der verarbeitenden Industrie auf das Stahl- und Eisengewerbe zurückzuführen und auch das Transportvolumen in diesem Sektor ist mit mehr als 100 Millionen Tonnen sehr hoch.

Zukunft der Stahl- und Eisenindustrie

In naher Zukunft muss man sich nicht allzu große Gedanken, um die Stahlindustrie machen. Zwar ist der Absatz in der Finanzkrise 2008/2009, um einiges zurückgegangen und auch in der aktuellen Pandemie ist dies wieder zu spüren, allerdings bleibt Stahl ins besonders weiterhin ein essenzieller Wirtschaftsbereich in der Marktversorgung. Dies war nach der Finanzkrise zu sehen, wo die Stahlindustrie schnell wieder über den Jahreswert von 40 Millionen Tonnen kam. Alles ist natürlich immer abhängig von der vorliegenden Auftragslage, ob Schmiedeeisentor und Co. bestellt werden oder nicht. Es gilt also nur abzuwarten, wie lange die derzeitige Pandemiephase andauert und sich der Markt wieder erholen kann. Gerade in der Politik wird viel von Energiewende gesprochen. Diese ist jedoch ohne eine Stahlproduktion kaum zu realisieren.

(Bilderquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)