Ist ein Euro bald nur noch einen Dollar wert?

Dollar und EuroNachdem für einen Euro noch vor einigen Jahren knapp 1,60 Dollar bezahlt werde mussten, ist seitdem ein stetiger Aufwärtstrend der US-Währung zur beobachten. Momentan ist ein Euro gerade noch rund 1,06 Dollar wert und der Weg zur Parität wird weiter beschritten. Kann man also davon ausgehen, dass beide Währungen bald in etwa gleich viel wert sind oder die US-Währung sogar wertvoller wird? Ganz so sicher ist das nicht, denn es gibt viele Faktoren, die auf die künftige Kursentwicklung Einfluss haben werden. Welche das sind und welche Rolle dabei der neue US-Präsident Donald Trump spielt, das soll im Folgenden genau erläutert werden.

Wirtschaftsmacht USA

Schon seit vielen Jahren wird von Experten vorhergesagt, dass die chinesische Wirtschaft bald die amerikanische überflügeln wird. Tatsächlich ist das jedoch bis heute nicht geschehen und von manchen Seiten wird bereits angezweifelt, ob dies überhaupt noch geschehen wird. Schließlich haben viele höchst innovative Unternehmen wie Google, Apple und Tesla ihren Hauptstadt in den Vereinigten Staaten und tragen dazu bei, dass in vielen Sektoren ohne amerikanische Konzerne kaum Wachstum möglich ist. Auf der anderen Seite ist es gerade eher die chinesische Wirtschaft, die Federn lässt und in vielen Regionen schwächelt. Da die USA aus diesen Gründen zunehmend als sicherer Hafen für Anleger angesehen werden, bleibt auch die Nachfrage nach US-Dollar hoch, in deren Folge natürlich auch der Kurs steigt.

„Kauft amerikanisch, stellt amerikanisch ein!“

Einen entscheidenden Einfluss auf die künftige Entwicklung des Dollar im Vergleich zum Euro dürfte auch Präsident Trump spielen. Der Republikaner hatte mehrfach angekündigt, dass seine Wirtschaftspolitik vor allem auf das Wohl der amerikanischen Arbeiter bedacht ist. Neben Steuersenkungen und Lockerungen der Bürokratie steht auch das Einstellen heimischer Arbeiter weit oben auf der Agenda. Strafzölle auf amerikanische Unternehmen, die im Ausland produzieren lassen, sollen den heimischen Markt und die Exportwirtschaft stärken. Da exportorientierte Unternehmen bekanntlich davon profitieren, wenn die heimische Währung eher schwach ist, bleibt es spannend zu beobachten, ob die Regierung Schritte in diese Richtung unternehmen wird. Der US-Dollar würde in diesem Fall dann wieder gegenüber der europäischen Gemeinschaftswährung an Wert verlieren. Bereits in den nächsten Wochen dürfte sich zeigen, wie das angestrebte Wachstum der US-Wirtschaft von 4 rund vier Prozent erreicht werden soll.

Wetten gegen den Euro

Insgesamt stehen den Devisenmärkten also spannende Zeiten bevor. Die sich wieder hinter den Kulissen zuspitzende Griechenland-Krise bei zugleich großer Hoffnung auf Donald Trump könnte dafür sorgen, dass eine Wette gegen den Euro-Kurs wieder hohe Gewinne verspricht. Mit CFD´s von CMC Markets kann diese Wette sogar mit einem relativ geringen Einsatz eingegangen werden. Wer dagegen eher das Gegenteil für wahrscheinlich hält und damit rechnet, dass die US-Notenbank unter Präsident die Politik des billigen Geldes fortsetzt und die US-Währung damit etwas zu verwässern versucht, der kann auch auf das Gegenteil wetten. Von einer stärkeren europäischen Währung würden vor allem die Bürger Europas profitieren, die außereuropäische Produkte dann billiger erwerben könnten und im Urlaub mehr für ihr Geld bekämen. Am Ende hängt die Entwicklung einer jeden Währung allerdings immer davon ab, welche Interessen die Politiker der jeweiligen Länder verfolgen und welchen Einfluss das auf die Käufer und Verkäufer hat.

(Bilderquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)