Fleisch- und Wurstindustrie im Wandel – Bio – vegetarisch, vegan und weniger

Bio Wurst und vegetarische Wurst im Fokus

Biofleisch

Wie kann man von Wurst sprechen, wenn für die Produktion kein Fleisch verwendet wird? Bis vor einigen Jahren hätten selbst große Konzerne wie Rügenwalder oder Tönnes auf diese Frage keine Antwort gehabt. Doch die Wurstindustrie befindet sich in einem Wandel, der durch neue Perspektiven und Ansprüche der Zielgruppe entsteht. Auch wenn die Bezeichnung Wurst für ein rein pflanzliches Produkt eher skurril anmutet, sind Kunden überzeugt und greifen immer häufiger zu vegetarischen, oder gar zu veganen Varianten.

Eine Neuorientierung im Land der „Fleischesser“

Sicherlich lässt sich nicht jeder Fleischesser von fleischloser Kost überzeugen. Doch es ist unverkennbar, dass sich die Mentalität im Bezug auf die Ernährung in Deutschland ändert. Immer mehr Menschen greifen ausschließlich zu Bio Produkten, was Bio Wurst und Fleisch von kleinen Höfen einschließt.

Wer noch einen Schritt weiter geht, konzentriert sich auf vegetarische Wurst und auf eine Ernährung, die vollständig ohne tierische Produkte auskommt und aktuell ein nicht aufzuhaltender Trend ist.

In der Wirtschaftsregion Weser-Ems z.B. achten rund 50% aller Verbraucher auf das Bio Siegel und kaufen ausschließlich Produkte, die diesen Anspruch erfüllen. Die veränderten Ernährungsgewohnheiten motivieren Unternehmen wie Rügenwalder dazu, sich bis 2020 das Ziel zu setzen, rund 40% aller Umsätze aus Alternativen ohne tierische Produkte zu erwirtschaften.

So wie es aktuell aussieht, wird dieses Ziel erreicht und Deutschland ernährt sich zunehmend vegetarisch. Die Region Weser-Ems ist in vielen Bereichen Vorreiter. Auch im Bezug auf die gesunde Ernährung zeigt sich diese Tendenz. Während in anderen Regionen Deutschland der vegetarische Anteil auf dem Speiseplan nur ein Drittel ausmacht, ernährt sich die Weser-Ems Region zu zwei Dritteln gesund, was sicherlich nicht zuletzt an der hier beheimaten Firma Rügenwalder liegt.

Warum Deutschland immer häufiger Gemüse kocht

Das Hauptaugenmerk richtet sich auf eine ausgewogene, gesunde und umweltschonende Ernährung. Nicht zuletzt tragen Reportagen und Dokumentationen über Massentierhaltung dazu bei, dass immer mehr Familien Gemüse bevorzugen und auf die Ernährung mit Fleisch verzichten.

Doch ganz ohne ein „Schnitzel“, eine „Bulette“ oder „Wurst“ geht es dennoch nicht, spätestens wenn Kinder im Haus sind oder der Mann nicht grundsätzlich auswärts essen gehen möchte. Mehr als zwei Drittel aller auf Bio Wurst und vegetarische Wurst oder Fleischersatzprodukte fokussierte Kunden sind Frauen. Da diese größtenteils auch das Kochen übernehmen, steht der Speiseplan fest und die Tendenz geht immer mehr in Richtung fleischloser Kost.

In vielen Familien gibt es einmal pro Woche tierische Produkte, während die restlichen sechs Tage verschiedene Gemüseprodukte und Fleisch- oder Wurstalternativen auf den Tisch gelangen. Nicht zuletzt sind das neue Umweltbewusstsein, der Fokus auf den Klimaschutz und das Interesse an gesunder Ernährung drei gleich wichtige Gründe, wenn es um vegetarische Wurst und den Einkauf von Bio Produkten geht.

Bio Wurst und Vegan sind mehr als ein vergänglicher Trend

Der anfängliche Hype zu vegetarischen und veganen Produkten hat einige Kritiker lächeln lassen. Doch nach einigen Jahren kontinuierlichem Wachstum der Branche zeigt sich, dass vegetarische Wurst oder Bio Wurst und Fleisch mehr als eine Modeerscheinung sind. Hersteller wie Rügenwalder und Tönnes haben lange gewartet, ehe sie sich diesem Trend anschlossen und das vegetarische Konzept in ihren Produktionen aufgenommen haben.

Heute weiß man, dass es sich nicht um einen vergänglichen Trend, sondern um eine Lebenseinstellung handelt. Da immer mehr Menschen tierische Produkte minimieren oder gänzlich aus ihrem Ernährungsplan ausschließen, müssen auch renommierte Konzerne der Fleischherstellung und Wurstproduktion umdenken.

Ob vegetarisch, vollständig vegan oder einfach nur in der Menge reduziert: Der Fleischkonsum nimmt kontinuierlich ab. Diese Tendenz erfordert neue Ideen, um weiterhin für Abwechslung auf dem Speiseplan zu sorgen und Verbrauchern eine große Bandbreite an Entscheidungsalternativen zu bieten.

Wer den neuen Trend jetzt ausprobieren möchte, findet ein großes Angebot für fleischlose Alternativen, die schmackhaft und gesund sind. Selbst passionierte Fleischesser sind erstaunt und begeistert, wenn sie zum ersten Mal eine vegetarische Wurst probieren und kein Tier auf den Grill legen.

Fazit: Die Zeiten ändern sich – die Fleischproduktion im Wandel

Noch vor einigen Jahren war diese Ausrichtung unvorstellbar. Doch die „Fleischeslust“ befindet sich im Wandel, da immer mehr Menschen eine gesunde und umweltschonende Ernährung vorziehen. Auch große Fleisch- und Wurstproduzenten wie Rügenwalder haben den Trend erkannt und konzentrieren sich im großen Rahmen auf Bio Wurst und auf Produkte, die eine fleischlose Alternative herstellen und dabei für eine kulinarische Verwöhnung des Gaumens sorgen.

(Bilderquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)