Deutsche und ihr Vermögen

Obwohl die Zinsen im Keller sind, häufen die Bürger der Bundesrepublik Deutschland immer mehr Vermögen an. Im Jahr 2013 ist das Geldvermögen der privaten Haushalte um 270 Milliarden € auf die gewaltige Summe von 5,2 Billionen € angestiegen. Das ist eine Steigerung zum Vorjahr um 5,4%. Der reale Vermögenszuwachs liegt durch die niedrige Inflationsrate immer noch bei 3,8%. Dieser Vermögenszuwachs konnte durch die stark steigenden Kurse an den Aktienmärkten realisiert werden. Allein ca. 110 Milliarden € flossen den Aktionären durch Kursgewinne bei Aktien, Fonds und Zertifikaten zu. Die Wertsteigerung der Vermögen hätte deutlich größer ausfallen können, wenn die Deutschen nicht nur 6% ihres Vermögens in Aktien angelegt hätten. Da das Zinsniveau in der BRD unter der Inflationsrate liegt, ist die Sorge um die schleichende Geldentwertung groß. Sparen und Geld anlegen bringt derzeit wenig Ertrag und viele Wege um Reich zu werden gibt es bekanntlich auch nicht.

Viele Wege um Gewinn zu erzielen

Wer träumt nicht davon mehr Geld auf der Seite zu haben. Die Ratschläge zur Geldvermehrung oder gar Geldgenerierung ranken sich immer um die Themen Lotterie, Erbschaft, Börse und die revolutionierende Geschäftsidee. Wer durch Lottospiel oder andere Lotterien zu Geld kommen möchte, muss sich mit sehr mickrigen Gewinnchancen begnügen und wird sicher nicht so schnell zu Geld kommen, obwohl es jede Woche einen Lottomillionär gibt. Die Umsetzung einer gewinnbringenden Geschäftsidee ist nicht einfach, da vom Startup-Unternehmer erst einmal Geld ins Unternehmen gesteckt werden muss. Ein Geschäftserfolg ist nicht garantiert. Von den vielen Tipps ist der Gang an die Börse noch der Vernünftigste. Wenn man über das nötige Startkapital verfügt, den richtigen Insidertipp hat und die Börse nicht einbricht, kann man über Jahre mit Geduld ein Vermögen anhäufen.

Aktienindex

Anfang der 60er Jahre betrug der Aktienanteil des angelegten Geldvermögens der Deutschen noch ca. 20%. Der Deutsche Aktienindex (Dax 30) hat sich seit seinem Start Ende 1987 mit 1000 Punkten bis heute verachtfacht. Mit der Anlage in Aktien konnte man also über einen längeren Zeitraum, mit genügend Eigenkapital am Start, Vermögen ansammeln. Angesichts der niedrigen Zinsen haben die Deutschen ihr Vermögen teilweise ins Ausland verlagert. Die Auslandsforderungen von Kreditinstituten, Unternehmen, Privatleuten, Staat und Bundesbank steigen 2012 um 6,5% auf 7036 Milliarden €. Deutsches Vermögen floss in den vergangenen Jahren in ausländische Anleihen. Die wachsende Kluft zwischen Armen und Reichen ist die größte Gefahr für das Weltwirtschaftssystem, denn sie birgt die Gefahr sozialer Unruhen.

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